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Francis Poulenc
(1899-1963)

Trio für Oboe, Fagott und Klavier op. 43

Presto - Le double plus lento - Presto
Andante - Andante con moto
Rondo: Très vifIn den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts hatten sich sechs junge französische Komponisten (‚Les nouveaux jeunes’, also eine Art junger Wilder), genauer fünf und eine Komponistin (Germaine Tailleferre) mit Eric Satie als Leitfigur und Jean Cocteau als Wortführer zusammengetan, die Musik zu revolutionieren, unter ihnen auch Francis Poulenc. Ihre Musik war eine völlig andere, neue Welt. Les Six wandten sich gegen jede Konvention, gegen den romantischen Überschwang des 19. Jahrhunderts und auch gegen den Impressionismus. Darius Milhaud, Mitbegründer der “Groupe des Six”, schrieb über Poulenc: „Wird nach all den impressionistischen Nebeln nicht diese einfache und klare Kunst, die so sehr an Scarlatti und Mozart erinnert, die nächste Phase unserer Musik sein?” Poulenc ließ sich freilich nicht vereinnahmen; er wollte „weder ein kubistischer, noch ein futuristischer oder gar impressionistischer Musiker sein“; er sei ein „Musiker ohne Etikette“. Und so finden sich bei ihm neben Klängen der Moderne auch die des Neoklassizismus, des französischen Barock und der Romantik; und so ist er auch in der Lage, Saint-Saëns wie auch Mozart als Vorbild zu schätzen. Und immer ist er ganz er selbst, hat seinen ganz eigenen Stil - bei seinen varietéhaften Späßen und Clownerien (er galt als der Spaßvogel der Sechs) und bei seiner ernsten Kirchenmusik.
Ausgangspunkt seines Komponierens waren die Melodie und die menschliche Stimme, und da er meinte, dass „nichts dem menschlichen Atem fremder sei als der Bogenstrich“, bevorzugte er die Bläsermusik und schrieb 1926 ein Klavier-Trio mit Oboe und Fagott anstatt wie seit Haydn üblich mit Geige und Cello.

Im Ersten Satz leitet eine barocke ‚feierliche‘ Ouvertüre ein dreigliedriges scherzohaftes Gebilde ein. Die Melodien der Eckteile sind schmissig-spaßig, melodiösere, ruhigere Takte sind ihnen entgegengesetzt. Die Melodie des Mittelteils ist gefällig-schön; man fühlt sich an Kurt Weill erinnert. Der zweite Eckteil ist gegenüber dem ersten stark gekürzt.

Der romantische Teil der Seele Poulencs behauptet sich im träumerisch-melancholischen Zweiten Satz. Er wird gebildet von einem einziges Thema, das in weitem Bogen den Satz ausfüllt und das auf dem Höhepunkt zu einem Fortissimo sich steigert.

Der andere Teil seiner Seele, die Lust an Persiflage und burlesker Clownerie, bestimmt den Rondo-Satz. Das Rondo-Thema erfährt zwei Wiederholungen, deren erste sehr kurz ausfällt. In den drei Zwischenspielen wechseln Munter-Verspieltes und Lyrisch-Elegisches einander ab. Nahezu schockierend wirkt es, wenn in das besonders zarte dritte Zwischenspiel wüste Akkorde einbrechen, die das Rondo beenden.
November 2020



Sonate für Viloncello und Klavier / Violinsonate op. 119

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