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Johann Sebastian Bach
(1685-1750)

Sonate für Violine solo Nr.1 g-Moll BWV 1001

Adagio
Fuga: Allegro
Siciliano
Presto

siehe auch Einführung in die Solo-Werke für Violine

„Mit reichem, ausdrucksstarkem Figurenwerk hebt das gelassen ausschwingende Adagio an, wobei die sich auf und ab rankenden Zweiunddreißigstel- und Vierundsechzigstel-Linien immer wieder durch ruhende Pole in Gestalt von Vorhaltbildungen und Akkorden gegliedert werden.“ (Kammermusikführer Reclam) Der zahlensymbolische Wert des Figurenwerks im ersten Takt des Adagios (Summe: 172)



Sonate Nr. 1 g-Moll Satz 1



entspricht den drei Worten ‚Gloria in excelsis‘; dem gesamten Adagio ist auf diese Weise der vollständige Text des ‚Gloria‘ und auch des ‚Sanctus‘ zugeordnet. Als Choralzitate verbergen sich die Choräle ‚Herr Jesu Christ, du höchstes Gut‘ und ‚Jesu, meine Freude‘ kontrapunktisch hinter den Melodiebögen und Harmonien des Adagios.

Man kann den Ersten Satz der drei viersätzigen Sonaten BWV 1001, 1003, 1005 (Kirchensonaten) jeweils als Präludium der folgenden Fuge verstehen. Die dreistimmige Fuge von BWV 1001 basiert auf einem eintaktigen, „rhythmisch einprägsamen Thema“ (s. o.).



Sonate Nr. 1 g-Moll Satz 2



Die Zwischenspiele bestehen meist aus „spielerischen Dreiklangsbrechungen“ (s. o.).
Als mögliche Kontrapunkte zur Violinstimme wurden die Choralzeilen ’Du stellst, mein Jesu, selber dich‘, ‚Herr Jesu Christ, Du höchstes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden‘, ‚Wie soll ich dich empfangen‘, ‚Ach Herr, vergib all unser Schuld‘, ‚Jesu meine Freude‘, ‚Hier ist das rechte Osterlamm’ und ‚Wachet auf, ruft uns die Stimme‘ entdeckt, ineinander verschachtelt bis zur Dreistimmigkeit, die zu der Dreistimmigkeit der Fuge hinzukommt. Aber auch ohne diese Kenntnis kann der Zuhörer erleben, dass es sich bei dieser Fuge mit ihrer Mischung von strenger Polyphonie und harmonischer Farbigkeit um grandiose Musik handelt.

Mit denselben Mitteln – Polyphonie der Dreistimmigkeit und farbige Harmonik – wirkt das Siciliano. Der Ausdruck aber ist freundlicher durch das Dur und durch den melodiösen Fluss der tieferen Stimme, der die beiden Oberstimmen antworten.



Sonate Nr. 1 g-Moll Satz 3



Als eine Art Hirtenmusik (vergleiche das ‚Pastorale‘ aus dem Weihnachtsoratorium) verweist es auf das Weihnachtsfest ebenso wie der Choral ‚Wachet auf‘, der als gedachter Cantus firmus dem Siciliano unterlegt ist.

In durchgehender Einstimmigkeit eilt das toccata-ähnliche Schluss-Presto in virtuosem Spiel meist mit Akkordbrechungen dahin; so beginnt der erste Teil mit Dreiklängen abwärts, der zweite Teil mit Dreiklängen aufwärts. Nach Ansicht von Helga Thoene (Cöthener Bachhefte) malt dieses Presto das Eilen der Hirten (Weihnachtsoratorium: Frohe Hirten, eilt, ach eilet); als der gedachte Cantus firmus wurde ‚Vom Himmel hoch‘ gefunden.



Einführung in die Sonaten und Partiten / Sonate Nr. 1 gekürzt, Schumann-Begleitung

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