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Hans Werner Henze
(*1926)

Kammersonate (1948)
Allegro assai
Dolce, con tenerezza
Lento
Allegretto
Epilogo

zu Henzes Kammersonate (1948)
Komponiert wurde Henzes Kammersonate für Klaviertrio 1948, also in der unmittelbaren für Henze sehr produktiven Nachkriegszeit; die Uraufführung war 1950 in Köln. Henze studierte in jener Zeit Kirchenmusik bei Wolfgang Fortner in Heidelberg; er besuchte die Darmstädter Ferienkurse, nahm Unterricht bei René Leibowitz und lernte Darius Milhaud kennen. 1947 hatte er schon seine erste Sinfonie und sein erstes Violinkonzert geschrieben. 1948 arbeitete er auch an seiner ersten Oper ‚Das Wundertheater’. Es war die Zeit jugendlicher ‚Wildheit’; Henze wollte den „vollen, wilden Wohlklang“, oder, mit einer anderen seiner Formulierungen, „Freiheit, wilder und schöner neuer Klang“.

Neuer Klang ergibt sich aus der Reihentechnik, der er aber sehr unorthodox folgt. Er bricht die Brücken zur Vergangenheit nicht ab, gerade in der Kammersonate, die vom Titel her ja auf das Barock zielt (Sonata da camera). Als „Wechselspiele zwischen Kontrapunktik und akkordlich gestützter Cantabilitá“ erklärt Henze selbst sein Werk.

Neben der Wildheit, mit der der Erste Satz beginnt und aus der sich ein die gesamte Sonate prägendes barockisierendes Motiv von fünf Tönen entwickelt, steht Tänzerisch-Kapriziöses. Der Dolce-Satz, mit ca. 3 ½ Minuten der längste der Sonate, besticht durch schönen Wohlklang und lyrische Besinnlichkeit. Das Lento beginnt mit einer dramatischen Geste (Unisono der Streicher). Die ihr folgende, vor allem durch die Rhythmik sich ergebende Unruhe mündet in einem beruhigenden Spiel barockisierender Elemente. Verspielt-geistreich ist das sanft ausklingende ‚Minuten-Stück’ des Allegretto. Der Epilog kehrt zunächst zu der Wildheit des Beginns zurück, ja steigert sie noch, verklingt dann aber – wie alle Sätze dieser Sonate, in sanftem Piano.



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