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Max Bruch
(1838-1920)

Aus den 8 Stücken für Klarinette, Viola und Klavier op. 83

Nr. 2 h-Moll Allegro con moto
Nr. 3 cis-Moll Andante con moto
Nr. 6 g-Moll Nachtgesang (Nocturne) Andante con moto
Nr. 7 H-Dur Allegro vivace, ma non troppo

Bruchs ältester Sohn Felix, der als Dirigent und brillanter Klarinettist in Hamburg lebte, wünschte sich anlässlich der Feier zum 70. Geburtstag des Vaters (1908) von diesem ein Werk, das in Anlehnung an die Besetzung von Mozarts ‚Kegelstatt-Trio’ und Schumanns ‚Märchenerzählungen’ ein entsprechendes Kammermusikprogramm abrunden sollte. Das Ergebnis waren acht kleine Stücke für Klarinette, Viola und Klavier (Uraufführung 1909 in Köln durch Felix Bruch), in denen in größtmöglicher Knappheit großer Ideenreichtum und ausdrucksstarke Intensität konzentriert sind.

zu Nr. 2 h-Moll
Mit romantisch-gefühlvoller Geste zeigt sich ein weitgespanntes Thema, zunächst von der Viola, dann von der Klarinette vorgestellt. Dem folgt ein Zwiegespräch dieser beiden Instrumente mit Hilfe des kompositorischen Mittels der Imitation.

zu Nr. 3 cis-Moll
Die Klavier-Arpeggien des Beginns sollen das Cymbal vertreten, passend zu der an Zigeunerweisen erinnernden energischen Melodie derViola. Eigentlich war als Ersatz für das Cymbal an die Harfe gedacht; aber Bruch kannte keinen Harfenisten, der dafür geeignet war. Dieser geplante Wechsel in der Instrumentierung von op. 83 (Harfe statt Klavier) kann als Hinweis gelten, dass diese acht Stücke kein geschlossener Zyklus und also eine Auswahl statthaft ist. Nach der ‚Zigeunerweise‘ singt die Klarinette ein wunderschönes Lied voller süßer Melancholie. Die Klavierbegleitung erinnert wieder an das Cymbal der Zigeuner-Kapelle. Der energische Beginn wird variiert wiederholt, ebenso die melancholische Melodie, in die die Viola zunächst ‚störend‘ einfällt, sich aber dann mit der Klarinette zu gemeinsamem Gesang vereinigt.

zu Nr. 6 g-Moll
Im ‚Nachtgesang‘ erklingt wieder das Cymbal als Begleitung einer eindringlichen Melodie zunächst der Klarinette, dann der Viola. In einem lebhafteren Mittelteil, in dem Viola und Klarinette im Nacheinander dieselbe sehnsuchtsvolle Melodie singen, dann eine gemeinsame Stimme finden, führt eine Klarinetten-Kadenz zur Melodie des ersten Teils zurück, die in der Coda in wunderschön-süßer Weise verklingt.

zu Nr. 7 H-Dur
Es ist das einzige der acht kleinen Stücke, das in Dur steht. Trotz der Kürze ist es - gleichsam in nuce - als klassischer Sonatensatz konzipiert, also mit zwei Themen im Einführungsteil; geistreich-spritzig beide, das mit Trillern beginnende zweite aber besonders köstlich, mit einem Mittelteil, in dem neben dem Spiel mit dem ersten Thema noch Zeit ist für ein schönes neues Motiv, das dem Stürmischen dieses Teils ein Stückchen besänftigende Ruhe gibt. Ein ähnliches Element der Ruhe findet sich auch zwischen den beiden Themen bei der Wiederaufnahme des ersten Teils.

Februar 2019



Bruch

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