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Ankündigung
für ein Konzert des Iturriaga Quartetts am 11. Juni 2006 in der ServiceResidenz Schloss Bensberg, bei dem noch Arriagas Streichquartett Nr. 2 A-Dur und Schuberts Rosamunde-Quartett auf dem Programm standen

Auch Boccherini muss neu entdeckt werden; er hat im Unterschied zu Arriaga ein riesiges Werk hinterlassen, das aber keine Massenware ist, sondern abseits des durch Haydn geprägten maßgeblichen kompositorischen Stils von großer Originalität. Und diese Originalität macht sein 1761 entstandenes Streichquartett in c-Moll zu einem überraschenden Ereignis.

Luigi Boccherini
(1743-1805)

Streichquartett op. 2/1 c-Moll

Allegro comodo
Largo
Allegro

zu Boccherini, Streichquartett c-Moll
Die sechs Quartette op. 2 (G 159-164) schrieb Boccherini 1761, wie Arriaga also als 18-Jähriger; Haydn war zu dieser Zeit 29 Jahre alt, Mozart fünf. Der Zeitraum von 60 Jahren, der zwischen den Quartetten Boccherinis und denen Arriagas liegt, wird zu Beginn des Quartetts besonders deutlich - es ist eine andere Welt. Im Vergleich zu Arriaga mutet das erste Thema des Ersten Satzes noch sehr barock an.



c-Moll op. 2/1 Satz 1



Doch bald schon zeigt sich, dass Boccherini seinen ganz eigenen, sehr originellen Stil hat und dass er für Mozart ein Vorbild sein konnte.
Jenes Hauptthema wird sogleich wiederholt, aber aus dem c-Moll wird unvermittelt ein Es-Dur. Es gibt auch ein zweites, freundliches Thema, auch die Andeutung einer Durchführung. Aber es handelt sich nicht um einen Sonatenhauptsatz, und was wie Durchführung erscheint, ist der Beginn eines zweiten Teils, der den ersten ein wenig variiert wiederholt, wobei vor allem der Hauptthema-Bereich einige zusätzliche dramatische Akzente erhält.
Von klassischer Schönheit ist die Cello-Kantilene zu Beginn des Largos, die von der ersten Geige aufgegriffen wird. Dass Boccherini diese Kantilene zunächst dem Cello überlässt, mag daran erinnern, dass er selbst auch Cello-Virtuose war. Besonders eigentümlich ist, dass diese Kantilene im zweiten Teil des Largos ausgespart wird: Es gibt eine Art Mittelstück, dann wiederholt Boccherini nur die zweite Hälfte des ersten Teils, nicht aber die schöne Kantilene.
Das unisono vorgestellte Eingangsthema des Allegros ist von nervöser Zerrissenheit. Ein klagendes zweites Thema bringt keine Beruhigung, wohl aber der fugierte Beginn eines dritten Teils. Und schließlich glaubt man einige Takte lang, Vivaldi zu hören. Boccherini schreibt vor, dass die erste Hälfte des Allegro-Satzes wiederholt wird. In der zweiten Hälfte gibt es nach einem Überleitungsstück eine – veränderte – Reprise.



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