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L. v. Beethoven
(1770-1827)

Streichquartett D-Dur op. 18/3

Allegro
Andante con moto
Allegro - Minore - Maggiore
Presto

Bei der Serie der sechs Quartette op. 18, die dem Fürsten Lobkowitz gewidmet ist, hätte auch Mozart der Widmungsträger sein können, so wie Mozart sechs seiner Quartette ausdrücklich Haydn gewidmet hat.
Das D-Dur-Quartett wurde zwar an dritter Stelle stehend veröffentlicht, aber als erstes der Serie geschaffen (1798/99).

An Mozarts KV 575 erinnert das Hauptthema des Ersten Satzes. Es erhält durch die langen Töne eines Septimsprung-Beginns einen schwärmerischen,



Streichquartett op. 18/3 Satz 1 Hauptthema



der Nachsatz einen heiteren, das akkordisch gestaltete Seitenthema durch seine rhythmische Akzentverschiebung (Synkope) einen energischen Ton.
Der kurze zweite Teil des Satzes beginnt mit dem Hauptthema, führt dann ein munter-verspieltes neues Thema ein und steigert sich zu großer Dramatik, in der das vom Septimsprung vorgegebene Muster der langen Töne bestimmend ist.
Im dritten Teil wird auf den ersten zurückgegriffen, der Hauptthema-Bereich wird dabei stark verknappt.
In der Coda stehen Haupt- und Seitenthema unmittelbar nebeneinander.

Das Hauptthema des Zweiten Satzes wirkt schlicht und verhalten:



Streichquartett op. 18/3 Satz 2 Hauptthema



im zweiten Themenbereich sind Graziöses und Düsteres unmittelbar nebeneinandergesetzt. Es ist faszinierend, welche Ausdrucksmöglichkeiten sich im zweiten Teil des Satzes durch rhythmische, harmonische und thematische Veränderungen aus dem Hauptthema ergeben. Der dritte Teil greift den ersten wieder auf, verzichtet aber auf das Hauptthema, das ja im zweiten Teil einschließlich seiner Umkehrung sehr oft erklang und in der Coda ja wieder zu hören ist, zunächst in der bekannten, dann in einer geringfügig, aber eindrucksvoll verdüsterten Änderung. Für die letzten Takte schreibt Beethoven als Spielanweisung vor: smorzando - ersterbend, erlöschend.

Im Dritten Satz wird ein melancholischer Mittelteil in Moll von einem in Dur stehenden schmiegsamen, freundlichen Scherzo-Teil umrahmt.

Der Vierte Satz ist voller „Temperament, Virtuosität und Witz, gepaart mit hoher satztechnischer Kunstfertigkeit. Überraschungen aller Art“ (A. Werner-Jensen) werden ausgelöst von einem rasanten, einem Tarantella-Tanz ähnlichen Thema:



Streichquartett op. 18/3 Satz 4 Hauptthema



Das Seitenthema wird gleichsam mitgerissen vom temperamentvollen Vorwärtsdrängen des Sechsachtel-Takts. Der zweite Satzteil bringt ein köstliches Spiel mit Motiven des Tarantella-Themas. Besonders schön ist auch die Überleitung zum dritten Teil, der den Beginn mit einigen Veränderungen wieder aufgreift. Die Schlussphase (Coda) zeigt noch einmal in kurzer, aber intensiver Form das Motivspiel mit dem Tarantella-Thema und endet geistreich in einem Pianissimo.

März 2017



Streichquartett op. 018/2 G-Dur / Streichquartett op. 018/4 c-Moll

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