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Ankündigung
Das zweite von Beethovens sechs Streichquartetten op. 18 verbindet höchste kompositorische Kunst mit Charme und Witz – ein genialer Wurf des 28-jährigen Komponisten, der mit fröhlicher Unbekümmertheit seine Meisterschaft genießt.

L. van Beethoven
(1770-1827)

Streichquartett G-Dur op. 18/2

Allegro
Adagio cantabile - Allegro - Tempo I
Scherzo: Allegro
Allegro molto, quasi presto

Das Streichquartett op. 18/2 - entstanden 1798/99 - wird nach dem Eröffnungsthema des Ersten Satzes



Streichquartett op. 18/2 Satz 1 Hauptthema



‚Komplimentierquartett’ genannt. Es erinnert an die höflichen Verbeugungen, durch die die Menschen der Rokoko-Gesellschaft bei Begrüßung und Abschied ihren Respekt voreinander bezeugten. Und es darf spekuliert werden: „Verteilt Beethoven hier lauter Komplimente an alle seine klassischen und vorklassischen Vorgänger“ (Reclam) oder nimmt er liebevoll-ironisch Abschied von jener Welt? Ein etwas steifer Abschluss des Zeremoniells mag Letzteres bestätigen:



Streichquartett op. 18/2 Satz 1 Thema 2



Unkomplizierte Freundlichkeit charakterisiert das Seitenthema. Nachdem der erste Teil des Satzes, die Vorstellung der Themen, wiederholt ist, damit die Themen auch im Gedächtnis haften, geschieht in einem zweiten Teil die Abwandlung, Verwandlung dieser Themen. Sie beginnt mit dem 5. bis 8. Takt des Komplimentier-Themas, und im Mittelpunkt der Verwandlung steht eine wunderschöne kontrapunktische Verarbeitung des 3. Takts - eine besonders reizvolle Verbeugung vor der Größe der musikalischen Vergangenheit. Der dritte Satzteil wiederholt - mit sehr feinen Veränderungen - den ersten.

„Das Adagio hebt in abgeklärter Ruhe und Würde an, wird jedoch völlig unvermittelt durch ein spritziges Allegro unterbrochen, das motivisch unmittelbar an die letzten Adagio-Takte anknüpft“ (Reclam) - ein Aufbau, für den Beethoven kein Vorbild hatte. Nach dem ‚Allegro’ wird der Adagio-Teil aufgegriffen; die schon zu Beginn auffälligen Zweiunddreißigstel treten vermehrt auf, teils in der Funktion von verzierenden Umspielungen, teils als feinsinnige Begleitung.

Das köstliche Scherzo verbindet in seinen Eckteilen höchste kompositorische Kunst mit Charme und Witz. Beim Mittelteil, dem Trio, wird in neckischer Weise eine Prise Volkstümlichkeit hinzugetan. Kunstvoll und schalkhaft zugleich ist auch der Übergang vom C-Dur des Trios zum G-Dur des Scherzo-Eckteils.

Schalkhaftigkeit steckt auch hinter der vollendeten Kunstfertigkeit des Vierten Satzes. Anmutig und spritzig, sozusagen mit leichter Hand, wird das Hauptthema eingeführt:



Streichquartett op. 18/2 Satz 4 Hauptthema




Das Seitenthema bringt mit seiner Synkope



Streichquartett op. 18/2 Satz 4 Seitenthema



Spannung in den Fluss der Musik, ein kurzes drittes Thema einen Hauch von Melancholie. Der zweite Teil des Satzes hat die Aufgabe, die bisher vorgestellten Themen in ihre motivischen Bestandteile zu zerlegen und harmonisch, dynamisch, melodisch und rhythmisch immer wieder verändert neu zusammenzusetzen. Dies geschieht hier ausschließlich mit dem Hauptthema. Der dritte Teil greift den ersten wieder auf und eine kurze Coda beendet ein Werk, das auf einen Komponisten verweist, der mit fröhlicher Unbekümmertheit seine Meisterschaft genießt.

März 2017



Streichquartett op. 018/1 F-Dur / Streichquartett op. 018/3 D-Dur

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