Kammermusik
Kammermusik
Kammermusik
Kammermusik
Klaviertrios
Oratorium
Streichquartette
Klavier solo
Kammermusik
Orchester- und Chormusik
Sonaten
sonstige Kammermusik
Kammermusik
Kammermusik
Operette
Kammermusik
Werke für Cello
Kammermusik
Kammermusik
Klavier
Kammermusik
Kammermusik
Opern
Streichquartette
Klaviertrio
Streichquintette
Sonaten
Oktett op. 20
Klavier
Variationen
Messiaen Kammermusik
Divertimenti
Klavier solo
Klavierkonzerte
Klaviertrios
Klavierquartette
Opern, Arien
Streichduos
Streichtrio KV 563
Streichquartette
Streichquintette
Werke mit Bläser
Violin-Sonaten, -Variationen

W. A. Mozart
(1756-1791)

Sonate für Violine und Klavier e-Moll KV 304

Allegro
Tempo di Menuetto

Die Violinsonaten KV 301-306 entstanden 1778 in Mannheim und Paris. Die vierte dieser sechs Sonaten, die in e-Moll, ragt aus dieser Gruppe mit Abstand heraus, ja sie ist ein Höhepunkt in Mozarts gesamtem Werk für Violine und Klavier.
Es ist die einzige Violinsonate Mozarts in einer Moll-Tonart – ihr melancholischer Grundton, die Intensität ihres Ausdrucks erklärt sich vielleicht durch den Tod seiner Mutter, die ihn nach Paris begleitet hatte und dort am 3. Juli 1778 verstarb. Es ist faszinierend, wie wenig Noten Mozart braucht, um diese Welt von Trauer und Melancholie zu erschaffen.

Faszinierend ist, wie zu Beginn des Ersten Satzes ein einfacher, unisono vorgestellter, gebrochener aufwärtssteigender Moll-Dreiklang diese melancholische Grundstimmung festlegt:



Violinsonate KV 304 Satz 1



Eine der Ursachen seiner Wirkung ist sicher die rhythmische Gestaltung und natürlich die Fortsetzung dieses Beginns. Ein in die Hauptsatz-Gruppe eingeschobenes Nebenthema (ab Takt 8) bringt nervöse Spannung. Das akkordisch eingeführte Seitenthema setzt der Trauer helle Freundlichkeit entgegen. Der zweite Teil des Satzes führt mit dem Hauptthema zur dunkleren Seite zurück. Die Themen des ersten Teils werden hier verändert, kontrapunktisches Verfahren spielt verstärkt eine Rolle, neue harmonische Fügungen bringen dramatische Energie, auch Neues fügt sich ein. Der dritte Teil beschränkt sich auf eine Wiederkehr des aufhellenden Seitenthemas. Wenn das Hauptthema erklingt, ist dies der Beginn der kurzen Coda.

Dass ein Tanz aus einer tiefen Melancholie heraus gestaltet ist, gibt dem Menuett seine Einzigartigkeit. Aufgebaut ist es wie bei einem Menuett üblich: Zwei Eckteile umschließen ein Mittelstück (A B A‘ + Coda). Aber der Eckteil A, der in sich noch dreigeteilt ist, strahlt eine solche Intensität aus, dass man ihn einzigartig nennen muss. Einzigartig ist aber auch der Mittelteil, der - in lichterem Dur - wie der schönste Schubert klingt; als „kurz aufleuchtende Seligkeit“ charakterisiert Alfred Einstein ihn. Ein munteres Finale wäre nach diesem in seiner Schlichtheit so beeindruckenden Menuett schwerlich denkbar.

Januar 2019-01-26



KV 303 C-Dur / KV 305 A-Dur

HaftungsausschlussImpressum