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W. A. Mozart
(1756 – 1791)

Trio für Klavier, Violine und Violoncello G-Dur KV 564

Allegro
Andante
Allegretto

Mozarts letztes Klaviertrio, 1788 entstanden im Zusammenhang mit den drei großen letzten Sinfonien, gleichsam als Entspannung nach diesem Riesenwerk, wird wegen seiner Schlichtheit und Leichtigkeit oft als Nebenprodukt abgetan. Zu Unrecht, denn es ist von einer beglückenden Kraft des Ausdrucks - Einfachheit hat nicht unbedingt etwas mit Einfallslosigkeit zu tun.

Beglückend für den Liebhaber Mozartscher Musik ist die Erfindung des Hauptthemas mit seinen zwei abwärtssteigenden Sekundschritten.



Mozart Klaviertrio KV 564 Satz 1 Hauptthema



Auch in dem Beginn des Seitenthemas verbergen sich diese Abwärtsschritte. Ein leichtes Spiel mit diesen beiden im ersten Teil des Satzes vorgestellten Themen erscheint im Mittelteil. Aus den Sekundschritten abwärts werden nun zwei Terzen abwärts. Dann wird das Seitenthema wieder aufgegriffen, einige einfache Modulationen sorgen für angenehmste Abwechslung; und im dritten Teil des Satzes wird der erste mit geringfügiger Veränderung wiederholt.

Beglückend ist auch das schlichte Thema des Andante.



Mozart Klaviertrio KV 564 Satz 2 Thema



Und es macht jede der fünf Variationen zu einem eigenen Erlebnis: In der ersten umspielt das Klavier das von der Violine getragene Thema; in der zweiten übernimmt diese Aufgabe das Cello und die Chromatik am Ende des zweiten Thema-Teils wird verstärkt. In der dritten werden aus den Sechzehntel der Klavierfiguren Triolen, das Tempo wird bewegter. Mit wieviel Kunstfertigkeit diese Variationen gestaltet sind, kann hier nicht im Einzelnen dargestellt werden. Am ehesten fällt sie bei der vierten Variation auf, die kontrapunktisch feinsinnig durchgeformt ist. Wie man mit sehr wenigen Tönen größte Intensität des Ausdrucks erreicht, zeigt die fünfte, die Moll-Variation. Nach dem Tieftraurigen dieser Variation folgt in der sechsten muntere Lebendigkeit, die von der Coda, bei der sich verdunkelnde Chromatik einschleicht, ein wenig relativiert wird.

Und auch das Rondo-Thema des Dritten Satzes bezaubert.



Mozart Klaviertrio KV 564 Satz Satz 3 Rondo-Thema



Dreimal erscheint es, unterschiedlich begleitet, und zwischen diesem Thema und seinen beiden Wiederholungen finden sich zwei ebenso reizende Zwischenspiele, ein erstes im gleichen Siziliano-Rhythmus, aber nach Moll gewendet, ein zweites verlässt den Siziliano-Rhythmus und präsentiert sich als beschwingt- munterer Tanz. Eine kunstvolle Überleitung führt zur zweiten Wiederholung des Rondo-Themas, mit der die Coda beginnt; und diese bestätigt noch einmal, wie vollendet dieses ‚kleine‘ Klaviertrio ist.

Februar 2018



KV 548 C-Dur

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