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Paul Hindemith (1895-1963)
Sonate für Violine und Klavier Es-Dur Werk 11/1
Frisch Im Zeitmaß eines langsamen, feierlichen Tanzes
Die Sonate für Violine und Klavier Es-Dur Werk 11/1 entstand am Ende des Ersten Weltkriegs 1918. Der Begriff ‚Sonate’ ist nicht mehr im Sinne der Klassik oder Romantik zu verstehen, er besagt zumeist einfach nur 'Klingstück' (von italienisch suonare, lateinisch sonare – klingen).
Die Mitte des Ersten Satzes bildet ein zunächst sehr hart, fast brutal klingender, aus einem einfachen Motiv
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zusammengesetzter Teil (C), der allmählich besinnlicher, weicher wird. Diese Mitte wird von einem doppelten Rahmen umgeben: Den inneren Rahmen bildet ein zunächst heiteres und ein wenig tänzerisches Thema (B),
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das eine ähnliche Entwicklung nimmt wie der Teil C, also langsamer und stiller wird. Der äußere Rahmen besteht aus einem ‚frischen’, energischen Aufschwung (A). Aufbau also: A B C B’ A’
Der Zweite Satz ist ähnlich aufgebaut wie der Erste: A B A’ C B’ A’. Er beginnt mit dem Ton einer schmerzlichen Klage (A), der für den gesamten Satz bestimmend bleibt - möglicher Nachklang des Grauens, das Hindemith als Soldat des Ersten Weltkriegs erlebte. Das Zeitmaß ‚feierlicher Tanz‘ in der Satzbezeichnung mag als Totentanz gemeint sein. Der Klage folgt mit einem elegischen Dreiklangsmotiv die Episode B. Der Mittelteil (C) setzt - wie beim Ersten Satz – recht kraftvoll ein, und zwar mit einer Art Fugato.
August 2020
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Sonaten / Violasonate op. 25/4
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