Mann Thomas
Molière
Klausuren, Klassenarbeiten
Zusammenfasssung und Anm. Buch I und II
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Die Ermittlung
Gedichte
Diss. Anmerkungen
Diss. Kapitel 1 - 4
in Diss. zitierte Literatur
Vortrag

421 W. Mohr: ,,Ich bringe es ·nicht fertig, Parzival und Gawan auf verschiedene sittliche oder religiöse Prinzipien zu reduzieren und dann gar zu folgern: Durch Parzivas innigere triuwe und tieferes Gottesverhältnis werde die ritterliche Gesellschaft um Artus und Gawan in ihrer Gebrechlichkeit und Hohlheit bloßgestellt. Der Gral sei dazu da, die Tafelrunde ad absurdum zu führen und zu überwinden.“ (,Parzival und Gawan‘ [vgl. Anm 35) S. 307)

422 W. Mohr ,Obie und Meljanz‘ (vgl. Anm. 2) S. 276

423 ,,Wenn er (Gawan) sie (Gottes Hilfe) erfahren hat, nimmt er sie dankbar, als etwas Selbstverständliches, zur Kenntnis.“ (W. Mohr ,Parzival und Gawan‘ S. 306)

424 W. Mohr ,Parzival und Gawan‘ S. 306

425 zu arbeit vgl. o. S. 154
425a Wer so lebt, dass die Seele nicht durch sein irdisches Leben Gott verloren geht, und wer doch mit Redlichkeit in der Welt sich die Liebe der Menschen bewahrt hat, dem lohnt sich alle Mühe und Arbeit des Lebens.(eigene Übersetzung)
426 vgl. W. Mohr ,Parzival und Gawan‘ S. 307

427 vgl. W. Mohr ,Parzival und Gawan‘ S. 308

428 Jes 53,10/11; revidierter Text der Lutherübersetzung (vgl. Anm. 350); In scientia sua iustificabit . . . multos

429 Ebda. 1,24; Qui nunc gaudeo in passionibus pro vobis, et adimpleo ea quae desunt passionum Christi in carne mea, pro corpore ejus, quod est ecclesia.

430 ,Der Gesichtspunkt für meine Wirksamkeit als Schriftsteller‘ Gesammelte Werke 10, Jena 1922; S. 56

431 J. Sellmair ,Der Mensch in der Tragik' (vgl. Anm. 34) S. 172 f .

432 Wollte man die berechtigte Frage, wie Wolfram zu dieser Zweiteilung der Gesellschaft kommt, aus der Wirklichkeit begründen, in der er lebte; dann müßte man neben der Tradition, in der er mit dem Gedanken einer Elite steht, und neben dem Selbstbewußtsein Wolframs, dem ein solches Elitedenken nahelag, auch die politische Situation der Zeit berücksichtigen: Deutschland war politisch zerissen; vor allem hatte die Kirche in den politischen Wirren des Doppelkönigtums 1198-1208 ihre Autorität verloren. So ergab sich die Notwendigkeit, daß einzelne Erwählte diese gestörte Ordnung zu heilen, ihr eine neue Sinnmitte zu geben und die Verstreuten um diese Mitte zu versammeln suchten. Daß Wolfram sich zu solchen Sinngebenden und Erziehern der Gesellschaft zählte, darf nach dem, was er über sich und sein Dichten sagt, immerhin vermutet werden.

433 ,Parzivals ethischer Weg‘ (vgl. Anm. 60) S. 18

434 Diese ,tiefere Seinsschicht‘ könnte man, wenn man wollte, mit der Vorsilbe ,ur' charakterisieren - so G. Weber in seinem Begriff ,Caritasurschicht' (vgl. o. S. 32). Nur muß man sich dabei etwas Genaues denken, sie als Bezeichnung eines letztlich Begründenden verstehen. Dann wäre man auch davor bewahrt, das Ethos der Gralsritter als eine Überwindung der ,Pseudosittlichkeit‘ (vgl. o. S. 32) der Artusritter und damit der höfischen Gesellschaft der Stauferzeit zu deuten; denn das Ur-hafte überwindet nicht, sondern begründet; das Begründende überwindet nicht das Begründete; und nicht ist nur das werthaft, dem man die Vorsilbe ,ur‘ vorsetzen kann.

435 O. G. v. Simson ,Über das Religiöse ...' (vgl. Anm. 204) S. 225

436 ,,Der Glaube (Parzivals) . . . war ein totales Weltgefühl und Lebensgefühl. In einem solchen hatte er gelebt, wenn er auch noch nicht reif war, es in voller Tiefe zu durchleben. Es war das Gefühl dessen, der im Einklang steht mit den ,Mächten‘, mit Gott und Welt.“ (H. Hempel ,Der zwîvel .. .' [vgl. Anm. 67] S. 179)

437 vgl. Anm. 402

438 Ebda. (vgl. Anm. 402) S. 101

439 Im Fehlen eines greifbaren Maßstabs für Parzival und das Gralsrittertum liegt auch der Grund dafür, daß die Interpretation des Romans schwierig ist. Das Ethos der Artusritter ist genau zu fassen, so daß man sogar ein Tugendsystem entwerfen zu können glaubte. Das Ethos der Gralsritter ist äußerlich nicht anders als das der Artusritter; das Mehr, das es auszeichnet, ist nicht begrifflich festgelegt und nur durch den Handlungsverlauf umschrieben.

440 Dieser Gedanke erklärt H. Hempels Beobachtung , er „finde . . . nirgends einen Hinweis darauf, daß ihn (Parzival) Gottes Gnade um ein es bestimmten Fehls oder um seiner allgemeinen Haltung willen verlassen hätte.“ (,Der zwîvel [vgl. Anm. 67] S. 184)

441 vgl. das Christuswort ,Warum hast du mich verlassen?‘

442 ,,Das Leid der Wolframschen Gestalten wurzelt tiefer, weil Gott und deshalb auch das Geschehen auf der Welt für den Menschen unbegreiflich sind.“ (H. Rupp· ,Einige Gedanken ...‘ [vgl. Anm. 167] S. 13)

443 Das Wort Bevorzugung muß hier in einem Sinn gebraucht werden, der nicht zugleich·die abwertet, die nicht in dieser Weise bevorzugt sind.

444 Das Vertrauen auf die Gnade, die allein alles bewirkt, braucht also nicht in Quietismus zu enden (vgl. o. S. 110).
445 do sprach er ,got vil tougen hât.
wer gesaz ie an sînen rât,
ode wer weiz ende sîner kraft?
al die engel mit ir geselleschaft
bevindentz nimmer an den ort (797,2.3- 27 ).
vgl. dazu Röm 11,33-36; Weisheit 9,13 ff .; Wh 1,29 ff .
445a Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.
445b Was wollen wir hierzu sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne! 15Denn er spricht zu Mose (2. Mose 33,19): »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.« 16 So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen
445c So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will.

446 vgl. Dan 5,21: Nebukadnezar lernt, daß „Gott der Höchste Gewalt hat über die Königreiche der Menschen · und sie gibt, wem er will“ (vgl. Anm. 350) . . . potestatem haberet Altissimus in regno hominum , et quemcumque voluerit suscitabit super illud.



Anmerkungen 401 - 420 zur Dissertation

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