Auf diesen Seiten möchte ich unter 'Autoren' und 'Sonstiges' Texte veröffentlichen, die mir in meinem Berufsleben als Deutsch- und Lateinlehrer wichtig und auf meinem PC gespeichert waren.

Unter 'Komponisten' können Sie vor allem Beschreibungen kammermusikalischer Werke finden.

Als Vorsitzender des Kulturausschusses in Rösrath hatte ich 20 Jahre lang 250 Mal Rösrather 'Schlosskonzerte' organisiert; hinzu kommen seit 2003 mittlerweile 100 Konzerte in der ServiceResidenz Schloss Bensberg. Wichtig ist mir bei der Betreuung des Publikums, die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf Besonderheiten der aufgeführten Werke zu richten. Anfangs kopierte ich zu diesem Zweck die Texte aus Reclams Kammermusikführer. Da mir manches zu 'poetisch', manches zu wissenschaftlich erschien, habe ich das Wissen, das ich diesem Musikführer und anderen Publikationen entnahm, in die für mein Publikum passende Sprache umgeformt, sozusagen als Laie für Laien und manches Mal auch, ohne dass mir die Noten vorlagen.

Diese Erläuterungen werde ich nach und nach überprüfen. Die Absicht dabei ist, die Zahl der Fachausdrücke möglichst klein zu halten und Urteile über Ausdruck und Qualität der Musik neu zu bedenken.

Ein Datum unter der Erläuterung gibt an, dass es sich bei ihr gleichsam um eine 'Fassung letzter Hand' handelt (zumindest vorläufig).

Möglicherweise könnten diese Texte auch in Programmhefte anderer Konzertreihen übernommen werden - mit entsprechenden Änderungen. Freuen würde ich mich besonders, wenn sie dem einen oder anderen Musikliebhaber den Zugang zu den Werken der Kammermusik ein wenig erleichterten.

Unter ‚Komponisten’ und ‚Autoren’ finden Sie auch einige Texte, die ich als Ankündigung von Aufführungen in Bergisch Gladbach geschrieben und als Vorträge gehalten habe.


Das nächste Konzert in der ServiceResidenz Schloss Bensberg:
Matineen – Klangvolle Sonntage
Sonntag, den 17. November 2019, 11.00 Uhr, im Vier Jahreszeiten-Saal

Anthony Ilenio Lauber, Gitarre

Mauro Giuliani
Grande Overtüre op. 61
Rossiniana Nr. 2, op. 120

Johann Sebastian Bach
BWV 1003 Sonata in a moll: Grave, Fuge, Andante, Allegro

Astor Piazzolla
Aus den 4 Jahreszeiten: Frühling (Primavera Porteña)
bearbeitet von Sergio Assad

Silvius Leopold Weiss
Fantasie in d-Moll

Marek Pasieczny
Phosphenes, nach Silvius Leopold Weiss
Wir freuen uns sehr, dass wir innerhalb der Konzerte der ServiceResidence etwas anbieten können, das wir bisher hier noch nicht hören konnten: Musik für Gitarre. In den ‘Vier Jahreszeiten-Saal‘ wird der Gitarrenklang sehr passen, das Programm ist zudem ausgezeichnet.

Mauro Giuliani (1781-1828) war der erste, der die Gitarre als Konzertinstrument spielte, und zwar so erfolgreich, dass er überall in Europa Aufsehen erregte, vor allem auch in der zentralen Musikstadt Wien, in der er 1806-1819 lebte und seine Vorbilder Beethoven und Rossini (1792-1868 ) kennenlernte. Die beiden Werke Giulianis, die Anthony Lauber vorträgt, sind reizend und virtuos zugleich.
Johann Sebastian Bachs Sonate Nr. 2 für Violine solo a-Moll BWV 1003 ist ein großartiges Werk. Der erste Satz ist eine Musik der Stille und Meditation, der zweite Satz, eine Fuge, eine Mischung von Komplexität und Wohllaut. Zum ruhigen Ausatmen und Zurücklehnen eignet sich das ‚Andante‘. Einen unbeschwerten Ausklang bescheren dem Schluss-Allegro Echo-Effekte und Akkordbrechungen. All dies wird auf der Gitarre sicher wundervoll klingen.
Es wird spannend sein zu erleben, wie die Komplexität von Piazollas umwerfendem Tango ‚Primavera Porteña‘(‚porteño‘ bezeichnet die Einwohner der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires) aus ‚Die vier Jahreszeiten‘ auf die Gitarre gebannt wird. Ein Arrangement von Piazzollas Meisterwerk für Solo Gitarre hat der Gitarrist Sergio Assad gewagt.
Der Lautenist Silvius Leopold Weiss war ein Zeitgenosse Bachs. Er hatte häufiger Kontakt mit ihm, und so wundert es nicht, dass seine schöne Fantasie wie von Bach klingt.
Der Komponist und Gitarrist Marek Pasieczny (1980*) hat ‚Phosphenes, after Silvius Leopold Weiss‘ als Auftragswerk für den Internationalen Gitarrenwettbewerb 2016 in Wrocław geschrieben, so dass wir an dieser Stelle musikhistorisch ganz aktuell sind, wenn auch nicht unerhört modern. (Phosphene sind Lichtwahrnehmungen, die nicht durch Licht, sondern durch andere Reize erzeugt werden.)

Anthony Ilenio Lauber, geboren 1993 in Zürich (CH) absolvierte nach dem Schulabschluss das Pre-College am Konservatorium Zürich bei Jens Stibal. Aktuell studiert er an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Prof. Tomasz Zawierucha, weitere künstlerische Impulse sammelte er bei Thomas Müller Perring, Lorenzo Micheli, Piotr Zaleski, Anders Miolin und Takeo Sato.
2019 war Anthony Lauber Preisträger beim Internationalen Gitarrenwettbewerb “Twents” (Niederlande) und wurde Stipendiat der ‚Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung‘. Konzertreisen mit Kammermusik führten ihn bereits nach Spanien, Deutschland und in die Niederlande.
Er spielt eine im Hauser-Stil gebaute Gitarre von Solveig Kirschner.





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