Auf diesen Seiten möchte ich unter 'Autoren' und 'Sonstiges' Texte veröffentlichen, die mir in meinem Berufsleben als Deutsch- und Lateinlehrer wichtig und auf meinem PC gespeichert waren.

Unter 'Komponisten' können Sie vor allem Beschreibungen kammermusikalischer Werke finden.

Als Vorsitzender des Kulturausschusses in Rösrath hatte ich 20 Jahre lang 250 Mal Rösrather 'Schlosskonzerte' organisiert; hinzu kommen seit 2003 mittlerweile 100 Konzerte in der ServiceResidenz Schloss Bensberg. Wichtig ist mir bei der Betreuung des Publikums, die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf Besonderheiten der aufgeführten Werke zu richten. Anfangs kopierte ich zu diesem Zweck die Texte aus Reclams Kammermusikführer. Da mir manches zu 'poetisch', manches zu wissenschaftlich erschien, habe ich das Wissen, das ich diesem Musikführer und anderen Publikationen entnahm, in die für mein Publikum passende Sprache umgeformt, sozusagen als Laie für Laien und manches Mal auch, ohne dass mir die Noten vorlagen.

Diese Erläuterungen werde ich nach und nach überprüfen. Die Absicht dabei ist, die Zahl der Fachausdrücke möglichst klein zu halten und Urteile über Ausdruck und Qualität der Musik neu zu bedenken.

Ein Datum unter der Erläuterung gibt an, dass es sich bei ihr gleichsam um eine 'Fassung letzter Hand' handelt (zumindest vorläufig).

Möglicherweise könnten diese Texte auch in Programmhefte anderer Konzertreihen übernommen werden - mit entsprechenden Änderungen. Freuen würde ich mich besonders, wenn sie dem einen oder anderen Musikliebhaber den Zugang zu den Werken der Kammermusik ein wenig erleichterten.

Unter ‚Komponisten’ und ‚Autoren’ finden Sie auch einige Texte, die ich als Ankündigung von Aufführungen in Bergisch Gladbach geschrieben und als Vorträge gehalten habe.


Das nächste Konzert in der ServiceResidenz Schloss Bensberg:

Festliches Weihnachtskonzert

Sonntag, den 22. Dezember 2019, 17 Uhr in der ‚Preußischen Turnhalle‘

Michael Faust, Flöte - Ida Bieler, Violine
James Maddox, Klavier
Marija Seselgyte, Viola - Bruno Klepper, Violoncello
Dennis Pientak, Kontrabass - Streicher des Robert Schumann Ensembles

J. S. Bach
Suite Nr. 2 h-Moll BWV 1067 für Flöte, Violine, Cembalo und Streicher

J. S. Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050

F. Schubert
Quintett für Klavier, Violine, Viola, Violoncello
und Kontrabass A-Dur op.114 (‚Forellenquintett‘)

Es fragt sich, was bei Bachs Orchestersuite in h-Moll mehr beeindruckt: das Kunstvolle der kontrapunktischen Arbeit, die wunderbare Leichtigkeit, mit der das Kunstvolle erklingt, das Virtuose der Flötensoli, das die Schönheit dieser Soli nicht beeinträchtigt, die Anmut und Zartheit an vielen Stellen. Insgesamt ist die Suite ein eingängiges, kostbares Stück Musik, deren letzter Satz, die Badinerie („Tändelei“) wegen ihrer quirligen Munterkeit berühmt geworden ist - krönender Abschluss eines eindringlichen Werks.

Beim 5. Brandenburgischen Konzert sind es das hinreißende Thema des ersten Satzes und die faszinierenden Solostellen des Klaviers, die ihm seine Beliebtheit sichern, aber auch das Ausdruckvolle, Gefühlvolle des zweiten Satzes. Im dritten Satz ist die geniale Art Bachs zu bewundern, in der er mit anspruchsvollsten kompositorischen Mitteln ein solch heiteres, unbeschwertes Stück Musik schaffen konnte.

Das jugendlich-frische ‘Forellenquintett’ ist eine geniale Einheit von konzertant-virtuoser entspannender Unterhaltung und hohem musikalischen Niveau – mit seiner Fröhlichkeit passt es – wie die beiden anderen Werke des Programms - zu einem Konzert, das auf ein frohes Weihnachten vorbereiten möchte.Schubert hielt sich im Sommer 1819 mit dem befreundeten Sänger Michael Vogl, dem Interpreten seiner Lieder, in dessen Geburtsort Steyr auf und erlebte dort eine glückliche Zeit. Er fand in dem bekannten Musikmäzen der Stadt, dem Bergwerksdirektor Sylvester Paumgartner, einen besonderen Verehrer seiner Liedkunst. Zur Erinnerung an die glücklichen Tage dort schuf Schubert nach seiner Rückkehr in Wien das mit Kontrabass ungewöhnlich besetzte ,‘Forellenquintett‘. Paumgartner, dem Schubert das Quintett widmete, hatte sich gewünscht, dass Schuberts Lied „Die Forelle“ zum Bestandteil eines Satzes und zur Grundlage für Variationen würde. Klavier und Streichinstrumente dialogisieren in diesem Quintett aufs Wunderbarste miteinander: in der unbeschwerten Fröhlichkeit des Scherzos werfen sie sich wie in einem munteren Spiel gleichsam die Bälle zu, der heitere, feinsinnige Dialog des Schlusssatzes wechselt zwischen Besinnlichem, Munterem und Energischem. Trotz des munteren Grundtons findet sich auch melancholisch Klagendes, so zum Beispiel im ‚Andante‘.




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